Bürgerbus Ottersberg ändert Fahrplan zum 1. August - wieder öfter nach Sagehorn

Veröffentlichung in der Rotenburger Rundschau am 10.07.2018

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Der Bürgerbus Ottersberg fährt ab 1. August nach neuem Fahrplan. Der Bahnhof Sagehorn wird dann wieder öfter angefahren.
Ottersberg (r/bb).

Ab 1. August gilt wieder ein neuer Fahrplan. Dahingehend wird der Bürger-Bus Ottersberg seine Routen nochmals „nachschärfen“. Während die großen Regionalbusse den Fahrplan weitgehend beibehalten, werden die Ottersberger kleinere Änderungen vornehmen.
So wird der Bus Linie 789 um 8.30 Uhr von Ottersberg nach Fischerhude wieder bis zum Bahnhof Sagehorn fahren, sodass dort der Zug nach Bremen um 8.51 Uhr ohne lange Wartezeit erreicht wird. „Wir erfüllen damit den Wunsch zahlreicher Pendler, die aktuell für den 745er Bus 15 Minuten früher aufbrechen müssen und deshalb teils wieder auf das Auto umgestiegen sind“, so die Verantwortlichen des Bürgerbus-Vereins.
Zwei weitere Zusatzangebote wird es mit Fahrplanwechsel geben: Die Linie 788 fährt ab Ottersberg Busbahnhof um 17.33 Uhr zusätzlich nach Posthausen zu Dodenhof. Von dort geht es dann um 17.48 Uhr zurück, mit direkter Verbindung nach Stuckenborstel zum Umstieg auf den Bürger-Bus Sottrum.
„Ideal also als Rückfahrt für Bewohner der Wiestegemeinde für einen Besuch in der Einkaufsstadt. Auch die Otterstedter können sich auf eine zusätzliche Verbindung von Ottersberg Busbahnhof einstellen: Um 19.12 Uhr fährt die Linie 788 ab ZOB nach Otterstedt Nord und von dort um 19.22 Uhr zurück nach Ottersberg.

Verändert ist auch die Abfahrtzeit ab Ottersberg Busbahnhof (Linie 789) Richtung Bahnhof Sagehorn um 19.30 Uhr. Dieser Bus fährt jetzt direkt zum Bahnhof und lässt den Schlenker zur Molkereistraße in Fischerhude aus. „Die Nachfrage nach Fahrten zur/ab Molkereistraße ist nach wie vor schwach. Wir werden deshalb die erste Tour morgens sowie den letzten Pendel abends für schnellere Direktverbindungen nach Sagehorn aufgeben“, so Vereinsvorsitzender Henning Struckmann.
„Dennoch wird die Molkereistraße zwischen 10 und 17.15 Uhr weiterhin sechsmal angefahren.“

Ansonsten bleibt der bewährte Fahrplan (mit fünf täglichen Umsteigeverbindungen in Stuckenborstel zum Bürger-Bus Sottrum) unverändert.
Für alle, die das noch einmal nachlesen möchten: Neue Fahrpläne sollen zum 1. August in den Bussen erhältlich sein. Außerdem sind die neuen Linienpläne ab Ende Juli auch auf www.buergerbus-ottersberg.de einzusehen oder von dort herunterzuladen.

Autor
Björn Blaak
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Belastung für BürgerBusverein

Veröffentlichung Achimer Kreiszeitung 14.03.2018


Sinkende Passagierzahlen bei steigenden Busbetriebskosten

Ottersberg - „Viel geschafft – aber auch große Herausforderungen in der Zu-kunft“, so lässt sich der Bilanzbericht von Henning Struckmann, seit einem Jahr Vorsitzender des BürgerBusvereins Ottersberg, bei der Mitgliederversammlung am Samstag auf dem Quelkhorner Parzival-Hof zusammenfassen.

Struckmann ging zunächst auf die besonderen Schwerpunkte des vergangenen Jah-res ein. Da war zunächst die Erarbeitung eines neuen Fahrplans für die BürgerBus-Linien 788 und 789 zu erledigen: „Wegen der Neuvergabe des sogenannten ,Linien-bündels Nord' zum 1. August musste der BürgerBus-Fahrplan an die stark veränderten Fahrplan-Lagen der Regionalbusse angepasst werden – was sich leider in einem Rückgang unserer Fahrgastzahlen von knapp 20 Prozent niederschlug“, schilderte Struckmann. „Insbesondere auf der Linie 789 von Ottersberg über Fischerhude zum Bahnhof Sagehorn mussten gut nachgefragte Umläufe an die Regionalbusse abgege-ben werden“, berichtete der BürgerBus-Vorsitzende.

Zwar gelang es den Ottersbergern, mit zusätzlichen Fahrten nach Otterstedt-Nord und zu Dodenhof nach Posthausen dort jeweils deutliche Steigerungen zu erreichen. Nach wie vor wenig genutzt wird aber die Verbindung von Ottersberg durch den Alten Weg und die Siedlung nach Stuckenborstel mit Anschluss an den BürgerBus Sottrum. „Die neu eingerichtete Stichstrecke in die Fischerhuder Molkereistraße wird zwar angenom-men, aber es blieb mancher Bus leer“, bilanzierte Struckmann. Insgesamt ergab sich nach seinen Worten ein Rückgang von 35.700 Fahrgästen im Jahr 2016 auf 34.400 Passagiere 2017. Über ein komplettes Fahrplanjahr gesehen erwartet Struckmann in Zukunft gut 30.000 BürgerBus-Fahrgäste.

Treibstoff und Reparaturen werden teurer
Mit dem Rückgang der Passagierzahlen waren für den Verein auch entsprechend ge-ringere Fahrkartenumsätze verbunden. „Da gleichzeitig aber unsere Busbetriebskos-ten stiegen – insbesondere für Treibstoff und Reparaturen – wird der jährliche Zu-schussbedarf aktuell immer größer“, stellte der Vorsitzende fest. Eine Entlastung in dieser Hinsicht erhofft sich der BürgerBusverein von dem ohnehin anstehenden Aus-tausch des dienstältesten der beiden Busse gegen ein neues Fahrzeug. Die Beantra-gung entsprechender Investitionsfördermittel bei der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG), dem Zweckverband Verkehrsverbund Bremen Niedersachsen (ZVBN), dem Landkreis Verden und dem Flecken Ottersberg wurde 2017 früh auf den Weg ge-bracht. „Nach der Bewilligung der Gelder Mitte des Jahres folgten aufwendige Verglei-che der infrage kommenden Bustypen – bis dann bestellt werden konnte“, berichtete Struckmann und kündigte schon mal an: „Es wird übrigens wieder ein Fiat-Ducato-Bus werden, allerdings mit allerlei Verbesserungen für Fahrer und Passagiere.“

2018 steht nun also zunächst der neue Bus im Mittelpunkt. Nach Schulungen für die Fahrer geht der „Neue“ demnächst in den Liniendienst. Gleichzeitig wird der Verkauf des frei werdenden Fahrzeugs vorbereitet. „Da aber auch der zweite Bus 2019 getauscht werden muss, steht der Beantragungs- und Auswahlprozess quasi ein weiteres Mal an“, informierte der BürgerBus-Chef die Vereinsmitglieder. Genug zu tun also beim BürgerBus Ottersberg – und das nicht nur im Liniendienst.

Die Versammlung klang aus mit dem Dank des Vorsitzenden an alle ehrenamtlichen Busfahrerinnen und -fahrer für ihren verlässlichen Einsatz und an alle Vorstands- und Vereinsmitglieder, die sich für unterschiedlichste Aufgaben engagierten – und die damit allesamt viel Freizeit in den Dienst für andere Menschen investierten.

Immer gern gesehen sind übrigens weitere fördernde Mitglieder, Fahrdienst-Interessenten und Partner für die Monitorwerbung in den beiden Kleinbussen.

Kein Grund zur Panik

Veröffentlichung Achimer Kurier 14.03.2018

Lars Köppler

Der Verein BürgerBus Ottersberg hat bei seiner jüngsten Bestandsaufnahme einen Schwund der Passagierzahlen festgestellt. Grund dafür sind aber keine eigenen Versäumnisse, sondern Druck von außen.
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Trotz schwindender Fahrgastzahlen wird der Ottersberger BürgerBus immer noch – wie hier am Busbahnhof – angenommen. (Sebi Berens)

Ottersberg. Der Ottersberger Bürgerbus hat seit August vergangenen Jahres knapp 20 Prozent weniger Fahrgäste befördert als in der Zeit vor der Neuausschreibung des sogenannten "Linienbündels Verden-Nord" zum 1. August 2017. Zu diesem Ergebnis ist der von Henning Struckmann geführte Verein BürgerBus Ottersberg bei seiner jüngsten Bestandsaufnahme gekommen. Im Vergleich zum Jahr 2016 habe sich der-weil ein Rückgang der Fahrgastzahlen von 35 700 auf 34 400 in 2017 ergeben, in Zu-kunft erwarten Struckmann und sein Team allerdings über ein gesamtes Fahrplanjahr gesehen nur noch rund 30 000 Menschen, die den Ottersberger BürgerBus nutzen.

Angst um die Existenz des langjährigen Erfolgsprojektes haben die Ehrenamtlichen aber nicht. "Wir werden engagiert und motiviert weitermachen", heißt es aus Vereins-kreisen, für Panikmache gebe es keinen Grund. Schuld an der Entwicklung sei nicht das Angebot des Vereins, der mit seinen Bussen auf zwei Linien verkehrt, sondern vielmehr die neue Situation auf der Straße. Neuer Konzessionsnehmer ist nämlich seit August 2017 das Unternehmen Weser-Ems Busverkehr GmbH. "Insbesondere auf der Linie 789 von Ottersberg über Fischerhude zum Bahnhof Sagehorn mussten gut nach-gefragte Umläufe an die Regionalbusse abgegeben werden", erklärt Vereinsvorsitzen-der Henning Struckmann das Dilemma, in dem der Verein nach der zwangsläufigen Anpassung des Fahrplans für die Linien 788 und 789 steckt.

Mehr Licht als Schatten

Bürgerbus Ottersberg
Mehr Licht als Schatten

Lars Köppler 19.01.2018

Der Ottersberger Bürgerbus ist bei der Bevölkerung als Beförderungsmittel auf kurzen Strecken weiterhin eine echte Alternative. Daran ändert auch der leichte Rückgang bei den Fahrgastzahlen nichts.

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Der Ottersberger Bürgerbus ist auch 2017 dynamisch in den Straßen der Gemeinde unterwegs gewesen. Fast 35 000 Fahrgäste nutzten den Service des Bürgerbusvereins. (Christian Butt) Ottersberg. Der Ottersberger Bürgerbus hat sich auch im Jahr 2017 als zusätzliches Beförderungsmittel großer Beliebtheit bei den Menschen im Flecken Ottersberg erfreut. Die zwei Niederflur-Kleinbusse des Bürgerbusvereins waren bei der Bevölkerung sehr gut nachgefragt. Zwar reichte es laut Frontmann Henning Struckmann bei 34 419 gezählten Fahrgästen auf den Linien 788 und 789 nicht ganz, um die Spitzenmarke von 36 000 Nutzern aus dem Jahr 2016 zu überbieten, dennoch zogen die Verantwortlichen eine positive Bilanz. „Wir sind mit diesem Ergebnis sehr zufrieden“, betont Henning Struckmann.

So hätten die beiden Busse im vergangenen Jahr rund 65 000 Kilometer abgespult, gut 30 ehrenamtliche Fahrerinnen und Fahrer waren im Einsatz. Wichtig ist Struckmann derweil die Feststellung, dass alle Fahrten unfallfrei erfolgten, „denn die Sicherheit unserer Passagiere steht für uns an allererster Stelle. Für diese verantwortungsvolle Leistung bedanke ich mich.“ Dass die Busse zudem zuverlässig und pünktlich fuhren, gehört ebenfalls zur erfreulichen Jahresbilanz. „Es gab wenige Fälle, wo technische Probleme an den Fahrzeugen einige Fahrten unmöglich machten – dafür möchten wir uns entschuldigen.“ Aber dank des Einsatzes von Fahrdienstleiter Rolf Schulze sei in diesen Situationen schnellstmöglich ein Ersatzbus in Betrieb gewesen.

Fahrplanwechsel mit Auswirkungen

Als Grund für den leichten Rückgang der Passagierzahlen macht Struckmann vor allem den Fahrplanwechsel nach der Sommerpause verantwortlich. Denn seit August 2017 fahren auf der Strecke Ottersberg – Fischerhude – Oyten (und in Gegenrichtung) deutlich mehr Regionalbusse der Linie 745. Der Bürgerbus musste seine Fahrten zum Bahnhof Sagehorn entsprechend reduzieren. „Und gerade diese Fahrten wurden zuvor von den Pendlern nach Bremen doch sehr gut genutzt“, weiß Struckmann zu berichten. Als Alternative werden im aktuellen Fahrplan nun zusätzliche Fahrten nach Otterstedt, Stuckenborstel (mit direktem Anschluss an den Bürgerbus Sottrum) und nach Posthausen (Dodenhof) angeboten. Zudem fährt der Bürgerbus seit August mehrmals täglich nach Fischerhude in die Molkereistraße. Diese Anbindung – vom Ortsrat Fischerhude angeregt – werde laut Struckmann gelegentlich genutzt, biete aber noch Zuwachspotenzial. „Wir müssen hier vielleicht noch mehr werben. Zum VBN-Tarif von 2,10 Euro fahren wir Erwachsene bequem nach Ottersberg, zu Dodenhof oder nach Otterstedt.“

Auch zum Bahnhof Sagehorn geht es von der Molkereistraße. Das VBN-Ticket kann im Bus gleich durchgehend bis Bremen gelöst werden – zum Preis von 6,10 Euro. Ein Ticketkauf am Automaten im Bahnhofsgebäude ist dann nicht mehr nötig. „Unser Niederflurbus bietet auch Abstellmöglichkeiten für Rollator, Kinderwagen, Rollstuhl oder Fahrrad. Die Fahrerinnen und Fahrer sind beim Ein- und Aussteigen behilflich und beantworten gern Fragen zu Verbindungen und Tarifen“, erklärt Struckmann.

Weitere Informationen zum Verein und Anmeldung für den Newsletter im Internet unter www.buergerbus-ottersberg.de.

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